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Neues Zentrum für Datenwissenschaften in Graz

Land Steiermark und TU Graz errichten das "Data House"

Präsentierten das Data House: TU Graz Team mit Horst Bischof, Rektor Harald Kainz, LR Barbara Eibinger-Miedl, EU-Kommissar Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und Institutsleiter f. Innovation Christian Ramsauer. 
Präsentierten das Data House: TU Graz Team mit Horst Bischof, Rektor Harald Kainz, LR Barbara Eibinger-Miedl, EU-Kommissar Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und Institutsleiter f. Innovation Christian Ramsauer.Präsentierten das Data House: TU Graz Team mit Horst Bischof, Rektor Harald Kainz, LR Barbara Eibinger-Miedl, EU-Kommissar Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und Institutsleiter f. Innovation Christian Ramsauer.
 
Präsentation am TU Graz Institut: Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und LR Barbara Eibinger-Miedl mit dem Leiter Christian Ramsauer. © steiermark.at/Streibl: honorarfrei bei Quellenangabe.
Präsentation am TU Graz Institut: Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und LR Barbara Eibinger-Miedl mit dem Leiter Christian Ramsauer.Präsentation am TU Graz Institut: Johannes Hahn, LH Hermann Schützenhöfer und LR Barbara Eibinger-Miedl mit dem Leiter Christian Ramsauer.
© steiermark.at/Streibl: honorarfrei bei Quellenangabe.
 

Graz (8. November 2019).- Am Campus der Technischen Universität Graz in der Inffeldgasse entsteht ab Frühjahr 2020 ein neues Impulszentrum für Datenwissenschaften. Das „Data House" soll die Vernetzung von Forschung, Gründerinnen und Gründern sowie etablierten Unternehmen forcieren und so dazu beitragen, neue Methoden der Datenverarbeitung zu entwickeln. Damit soll die Steiermark in diesem für die Digitalisierung so wichtigen Bereich eine führende Rolle spielen. Insgesamt werden 33 Millionen Euro investiert, das Projekt wird aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) unterstützt. Seit dem österreichischen EU-Beitritt flossen 650 Millionen Euro an EFRE-Geldern in die Steiermark.

LH Hermann Schützenhöfer: „Dieses Impulszentrum das wir heute hier präsentieren können, markiert einen weiteren Meilenstein im Bereich der hochqualifizierten Arbeitsplätze für unsere Steiermark. In einer Zeit, in der die Daten das „neue Öl" darstellen, ist die Vernetzung von Forschern, neuen Gründern und etablierten Unternehmen das Gebot der Stunde. Trotz aller gebotenen Sparzwänge werden wir weiterhin den Themen Bildung, Forschung und Wissenschaft die nötige Priorität einräumen, damit wir die Arbeitsfelder der Zukunft weiter bestellen können."

Daten und ihre Nutzung werden vor dem Hintergrund der Digitalisierung zu einem immer wichtigeren Faktor für Wissenschaft und Wirtschaft. Neue Methoden der Datenverarbeitung sind eine wesentliche Voraussetzung dafür, dass Unternehmen und Forschungseinrichtungen die Chancen des digitalen Wandels nutzen können. Die Steiermark hat mit dem Institut für interaktive Systeme und Datenwissenschaften der TU Graz, dem Kompetenzzentrum „Know Center" sowie zahlreichen erfolgreichen Start-ups entsprechende Expertise. Mit dem Data House sollen die heimischen Kompetenzen im Bereich Datenmanagement gebündelt und dadurch ausgebaut werden.

Landesrätin Barbara Eibinger-Miedl bedankt sich bei EU-Kommissar Johannes Hahn für die bereits erfolgte Unterstützung und wirbt gleichzeitig für weitere aktive Beteiligung an steirischen Projekten: „Die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft wird am Standort Steiermark vorbildlich gelebt. Die TU Graz ist eines dieser Flaggschiffe, die wie kaum eine andere Universität wissenschaftliche Exzellenz lebt, Drittmittel aufstellt und für die höchste Beteiligung an Kompetenzzentren bekannt ist. Das Zukunftsfeld der Datenwissenschaften ist eines der Schlüsselforschungsbereiche der Zukunft und wir wollen mit wissenschaftlicher Exzellenz, den richtigen Entscheidungsträgern und innovativer Dynamik international eine Markierung setzen."

Vernetzung von Forschung und Unternehmen

Insgesamt werden 5.400 m² für Unternehmen und Forschungseinrichtungen zur Verfügung stehen. Neben dem Institut für interaktive Systeme und Datenwissenschaften und dem Know Center werden auch die Start-up-Schmiede Science Park Graz sowie Klein- und Mittelunternehmen aus dem Bereich Datenmanagement das Data House nutzen. Darüber hinaus sind auch Seminarräume und allgemeine Labors vorgesehen. Diese sind sowohl für die Forschung von Informatik-Instituten als auch die Nutzung von Unternehmen vorgesehen. Durch diese Verschränkung ist eine optimale Vernetzung zwischen Unternehmen und wissenschaftlichen Institutionen garantiert. Der Baubeginn soll im ersten Quartal 2020 erfolgen, die Fertigstellung ist für Mitte 2022 geplant. Das Data House wird direkt neben dem Mikroelektronik-Forschungszentrum „Silicon Austria Labs" errichtet.

EU-Kommissar Johannes Hahn: „Innerhalb der EU-Regionen ist die Steiermark die Nummer 1, was die Forschungsquote betrifft. Sie hat es wie kein anderes Bundesland geschafft, die Synergie zwischen akademischer und industrieller Forschung exzellent umzusetzen." Dies zeige, so Hahn, dass sich ein entsprechender Erfolg einstelle, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.

EFRE und die Steiermark: eine Erfolgsgeschichte

Das Data House ist ein Beispiel für Projekte in der Steiermark, die mit Unterstützung des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung umgesetzt werden. Dass die Steiermark seit dem österreichischen Beitritt zur Europäischen Union dabei sehr erfolgreich ist, beweist ein Blick auf die bisherige Bilanz. Von 1995 bis heute wurden insgesamt 650 Millionen Euro aus dem EFRE-Topf für steirische Projekte ausgeschüttet, inklusive der nationalen Kofinanzierungen waren es 1,3 Milliarden. Damit verbunden waren Gesamtinvestitionen (inklusive der Förderungen) von mehr als sechs Milliarden Euro in der Steiermark. Seit 1995 wurden über 4.000 steirische Projekte mit EFRE-Förderungen unterstützt - vor allem in der Wirtschaft.

In der laufenden Periode (2014-2020) stehen für die Steiermark 130 Millionen Euro aus dem EFRE-Topf zur Verfügung, die mit nationalen Fördermitteln (Bund und Land) kofinanziert werden müssen. Bisher wurden bereits über 250 Projekte unterstützt, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von 391 Millionen Euro aufweisen.

Graz, am 8. November 2019

 
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