LH Hermann Schützenhöfer vor der Presse
© Land Steiermark

Land Steiermark präsentiert neue Gleichstellungsstrategie

„Gleichstellung der Geschlechter ist wichtiger denn je“

Präsentierten heute Vormittag gemeinsam die Gleichstellungsstrategie des Landes Steiermark: Monika Kircher, Aufsichtsrätin und Beraterin, Alexandra Nagl, Leiterin der Fachabteilung Gesellschaft, LRin Juliane Bogner-Strauß, LH Hermann Schützenhöfer, Christian Scambor, Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark, Anita Ziegerhofer, Rechtshistorikerin, Universität Graz und Moderation Petra Rudolf (v.l.) © Foto: Land Steiermark/Streibl; bei Quellenangabe honorarfrei
Präsentierten heute Vormittag gemeinsam die Gleichstellungsstrategie des Landes Steiermark: Monika Kircher, Aufsichtsrätin und Beraterin, Alexandra Nagl, Leiterin der Fachabteilung Gesellschaft, LRin Juliane Bogner-Strauß, LH Hermann Schützenhöfer, Christian Scambor, Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark, Anita Ziegerhofer, Rechtshistorikerin, Universität Graz und Moderation Petra Rudolf (v.l.)
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LH Hermann Schützenhöfer räumt der Gleichstellung der Geschlechter hohe Priorität ein © Foto: Land Steiermark/Streibl; bei Quellenangabe honorarfrei
LH Hermann Schützenhöfer räumt der Gleichstellung der Geschlechter hohe Priorität ein
© Foto: Land Steiermark/Streibl; bei Quellenangabe honorarfrei
LRin Juliane Bogner-Strauß: Gleichstellung ist wichtiger denn je.  © Foto: Land Steiermark/Streibl; bei Quellenangabe honorarfrei
LRin Juliane Bogner-Strauß: Gleichstellung ist wichtiger denn je.
© Foto: Land Steiermark/Streibl; bei Quellenangabe honorarfrei

Graz (26. März 2021).- Im Bereich der Gleichstellung von Frauen und Männern wurde in Österreich, aber auch in der Steiermark bereits einiges erreicht, doch die Zahlen, Daten und Fakten in Österreich zeigen, dass dies bei weitem noch nicht reicht. Die Kräfte in der Steiermark sollen weiter gebündelt werden, um künftig noch wirkungsvollere Maßnahmen zur Gleichstellung der Geschlechter zu setzen.

Ausgangslage
Unsere Gesellschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen in Bereichen wie Natur und Umwelt, Technologie, Gesundheit, aber auch das Zusammenleben aller Menschen betreffend. Die aktuelle COVID-19-Pandemie verschärft viele Problemlagen etwa in den Themenfeldern Arbeit, Armut, Teilhabe an Bildung und Weiterbildung sowie Gesundheit zunehmend und macht die bisherigen Erfolge in der Gleichstellung der Geschlechter zu einem fragilen Gut. Entscheidend für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft ist es daher, das gesamte Potenzial entfalten zu können, Vorbilder für die nächste Generation zu sein und positive Perspektiven zu schaffen. Mehr denn je sollte unsere Gesellschaft Kompetenzen unabhängig vom Geschlecht und die Stärke unserer Vielfalt in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft als Ganzes einsetzen.

In der „AGENDA WEISS-GRÜN - Steiermark gemeinsam gestalten.", dem Zukunftsprogramm der Steiermärkischen Landesregierung für die XVIII. Gesetzgebungsperiode des Landtags Steiermark wurde einem Arbeitsprogramm zur Gleichstellung hohe Priorität eingeräumt. Die neue Steirische Gleichstellungsstrategie und der zugehörige Aktionsplan kommen diesem Auftrag nach. Denn gleiche Chancen für Frauen und Männer in Gesellschaft, Beruf und Politik müssen selbstverständlich sein.

Mutig neue Wege beschreiten - die Kernbereiche der Steirischen Gleichstellungsstrategie und des Aktionsplanes 2021-2022

  • Die Steirische Gleichstellungsstrategie ist ein strategischer Leitfaden für die Steirische Landesregierung und die Landesverwaltung.
  • Sie dient als Steuerungsinstrument und bündelt die Kräfte der Sozialpartner und der NetzwerkpartnerInnen in der Steiermark.
  • Über Kooperationen und bereichsübergreifende Entwicklung von Maßnahmen können Synergien genutzt und die Wirksamkeit von Maßnahmen erhöht werden. 
  • Die Geschlechterperspektive wird systematisch in allen Politikbereichen und in alle Phasen der Politikgestaltung einbezogen.
  • Um das Gesamtsystem in Richtung Gleichstellung zu bringen, müssen alle am System Beteiligten berücksichtigt und eingebunden werden - also auch Burschen und Männer.
  • Gezielte Frauenförderung ist in vielen Bereichen nach wie vor von größter Bedeutung.
  • Bei der Planung von Maßnahmen wird die Wirkung auf das Gesamtsystem berücksichtigt. Dabei wird besonderer Wert auf präventiv wirkende Maßnahmen gelegt, die bei Grundursachen ansetzen und langfristig wirken.
  • Periodisch werden Maßnahmenbündel entwickelt und in einem Aktionsplan zusammengefasst. Diese Maßnahmen werden regelmäßig evaluiert, um zu überprüfen, wie und ob sie zur Erreichung der Ziele beitragen und weitergeführt, angepasst oder eingestellt werden sollen.
  • Die aktuelle Situation der Gleichstellung in der Steiermark wird alle zwei Jahre erhoben, um die Gesamtsituation auf gesellschaftlicher Ebene im Vergleich zur Ausgangssituation darzustellen.
  • Durch die laufende Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen können mutig neue Wege beschritten und innovative Ansätze und Maßnahmen getestet werden und gegebenenfalls größer ausgerollt werden.

Erstmals wurde zur Steirischen Gleichstellungsstrategie mit den Abteilungen der Landesverwaltung ein 2-Jahres-Aktionsplan erarbeitet. Dieser neue Aktionsplan soll die ressortübergreifende Zusammenarbeit sowie die Umsetzung auf Landes-, Regional- und kommunaler Ebene konkretisieren. Dadurch ist es möglich, die Umsetzung der Maßnahmen laufend zu beobachten, zu bewerten und auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen.

„Eines unserer klaren Ziele als Landesregierung ist es, für alle Steirerinnen und Steirer Chancengleichheit zu ermöglichen. Egal ob im ländlichen oder urbanen Raum, ob Jung oder Alt und ob Mann oder Frau- alle sollen in unserem Land die gleichen Chancen haben! Deshalb haben wir in der AGENDA WEISS-GRÜN einem Arbeitsprogramm zur Gleichstellung der Geschlechter hohe Priorität eingeräumt. Umgesetzt wird das nun mit der neuen steirischen Gleichberechtigungsstrategie sowie dem detaillierten Aktionsplan, der Maßnahmen auf allen Ebenen beinhaltet", so Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer.

„In allen Bereichen des täglichen Lebens sollte es selbstverständlich sein, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Tatsache ist aber, dass Frauen immer noch viel zu oft mit Nachteilen konfrontiert sind. Für echte Chancengleichheit braucht es mehr als nur Worte. Mit der heute präsentierten Strategie setzen wir aktiv Maßnahmen für mehr Gleichstellung in der Steiermark. Das zeigt, wie wichtig uns als Landesregierung dieses Thema ist", sagt Landeshauptmann Stv. Anton Lang.

„Die Corona-Pandemie hat uns im vergangenen Jahr eines klar gezeigt: die Gleichstellung der Geschlechter ist wichtiger denn je. Ein Backlash kann nur verhindert werden, wenn jeder und jede in unserer Gesellschaft einen Beitrag leistet. Gemeinsam können wir es schaffen, geschlechtsspezifische Rollenbilder abzubauen und die Gleichstellung in allen relevanten Bereichen der Gesellschaft, sei es in der Verwaltung, in der Politik oder aber in Führungspositionen zu erreichen. Mit der neuen Steirischen Gleichstellungsstrategie haben wir das Fundament dafür geschaffen und gilt es, diese Chance nun auch zu nutzen", so Frauen- und Gesellschaftslandesrätin Juliane Bogner-Strauß.

„Gleichstellung von Frauen und Männern ist auch heute noch immer nicht in allen gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Bereichen verwirklicht. Gerade die Corona-Pandemie hat uns in den vergangenen Monaten drastisch vor Augen geführt, dass Frauen dafür gesorgt haben, dass gerade in systemrelevanten Sektoren das Land am Laufen gehalten wurde, Frauen aber auch zu den großen Verliererinnen der Pandemie am Arbeitsmarkt zählen. Chancengleichheit und -gerechtigkeit umzusetzen und als Alltäglichkeit zu leben, ist für Frauen wie Männer in der Steiermark, aber auch für unser Bundesland insgesamt eine große Chance. Es ist gleichermaßen erfreulich wie auch naheliegend, dass der steirische Landesdienst mit seiner Gleichstellungsstrategie und daraus abgeleitetem Aktionsplan ein sichtbares Zeichen setzt, dem hoffentlich viele andere Bereiche, insbesondere in der Arbeitswelt und Wirtschaft, folgen", sagt Soziallandesrätin Doris Kampus.

„Die positiv formulierten Visionen, wie sie in der Steirischen Gleichstellungsstrategie verwirklicht sind, bieten eine gute Basis für eine gleichstellungsorientierte Männer- und Burschenarbeit, wie wir sie mit Männerberatung, Anti-Gewaltarbeit, Burschenarbeit, Forschung und Bildung anbieten", sagt Christian Scambor vom Verein für Männer- und Geschlechterthemen Steiermark.

„Gleichstellung ist kein rein frauenpolitisches Thema, sondern betrifft das Selbstverständnis von Männern. Dass Diversität in Unternehmen mehr Innovation und langfristig auch mehr finanziellen Erfolg bringt, belegen zahlreiche Studien. Es geht daher heute auch um langfristige Wettbewerbsfähigkeit", so Aufsichtsrätin und Beraterin Monika Kircher.

Graz, am 26. März 2021

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